Tantra ist eine wunderbare spirituelle Praxis. Doch leider finden sich in Tantra Massagen und Tantra Kursen immer wieder schwarze Schafe. Im letzten Vlog ging es darum, wie du vertrauenswürdige Anbieter auswählen kannst. Heute habe ich dir 7 Sätze zusammen gestellt, bei denen du alarmiert sein solltest, wenn du sie in einem Tantra Kurs oder einer Tantra Massage hörst.

Das traurige daran: Keiner dieser Sätze ist ausgedacht – alle habe ich so oder ähnlich schon in Tantra Kursen gehört. Und die „Lehrer“, die sie von sich geben, sind selten offen für kritisches Feedback.

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Die Schattenseiten der Tantralehrer

Tantra kann – allein oder mit dem*der richtigen Partner*in eine wunderbare Praxis sein. Das ursprüngliche Tantra ist eine umfassende spirituelle Praxis. Doch im Westen werden in New Age-Kreisen v.a. die sexuellen Praktiken des Tantra verbreitet.

Ein großes Problem der Tantra-Szene sind Kursleiter und Masseure, die die Experimentierfreude, Neugier und durch emotionale Erfahrungen bedingte Offenheit ihrer Teilnehmer ausnutzen, um mit ihnen Sex zu haben.

Vielleicht kennst du das selbst: wenn du nach Heilung (z.B. im sexuellen Bereich) suchst, bist du oft nicht in der Lage, in einem solchen Moment deine Grenzen zu äußern und zu wahren. Vielleicht verfällst du in eine Schockstarre. Oder du merkst erst im Nachhinein, wie überrumpelt du dich eigentlich gefühlt hast.

Das eigentlich problematische Verhalten in einer solchen Szene ist jedoch das Unvermögen des Kursleiters, sein sexuelles Verlangen zu kanalisieren, professionelle Grenzen zu wahren und sich an vorher getroffene Abmachungen zu halten. Und übrigens: das Kanalisieren der eigenen sexuellen Energie ist eine der wichtigsten Praktiken des Tantra.

Kondome und pseudospirituelle Lehren

Ein weiteres Problem sind die spirituellen Pseudowahrheiten, die oft in Tantra Kursen verbreitet werden: z.B. man brauche keine Kondome, da man keine Krankheiten bekäme, wenn man nur „hoch schwingt“. Und außerdem behinderten Kondome den tantrischen Energiefluss.

Wenn du dich schon einmal mit derartigen Lehren und den Communities, in denen sie verbreitet werden, auseinander gesetzt hat weißt du: auch (oder gerade) in diesen Kreisen kursieren zahlreiche sexuell übertragbare Krankheiten – und der beste Schutz davor ist immer noch das Kondom (oder Abstinenz).

Und es mag eine andere sensorische Erfahrung mit oder ohne Kondom sein – doch Energien werden durch so einen dünnen Gummi mit Sicherheit nicht am Fließen gehindert.

Woran du einen guten Tantra Kurs oder eine gute Tantra Massage erkennst

  • Es wird dir keine Heilung durch einen anderen Menschen versprochen – stattdessen bekommst du Übungen und Unterstützung, um dich selbst zu heilen
  • Geschlechtsverkehr zwischen Kursleiter und Teilnehmern oder Masseur und Massierten wird währenddessen und für einen angemessenen Zeitraum danach (mindestens Monate) eindeutig ausgeschlossen.
  • Es wird nicht von Kondomen abgeraten.
  • Du wirst – ob allein oder als Paar – dazu ermuntert, deine Grenzen zu spüren und zu wahren.
  • Er*Sie hat eine anerkannte Ausbildung genossen, statt sich selbst zum Tantralehrer ernannt zu haben. Tantriker mit anerkannten Ausbildungen findest du auf Trusted Bodywork. Allerdings werden da die vorherigen Kriterien auch nicht abgeprüft – mach dir also am besten vorab dein eigenes Bild.