Hast du dich auch schon mal gefragt, warum Männer von Anfang an und fast immer zum Orgasmus kommen, Frauen aber viel seltener? Warum Männer oft das Gefühl haben, die Wünsche der Frauen erraten zu müssen und sie selbst meist sehr genau wissen, was sie wollen?

Wenn man einen Blick auf die Statistiken zum Liebesleben der Deutschen wirft, wird schnell klar, dass Männer (im Durchschnitt!) mehr Spaß am Sex haben, öfter zum Orgasmus kommen, genauer wissen, was ihnen gefällt – und: dass Männer öfter und früher masturbieren!

Deswegen lautet mein heutiger Tipp für dich:

Liebe dich selbst!

Und das meine ich nicht nur emotional (auch superwichtig und manchmal gar nicht so einfach), sondern auch ganz körperlich! Und: nach all meinen Beobachtungen an Klient*innen, Freund*innen und mir selbst verbessert die körperliche auch die emotionale Selbstliebe. Zumindest, wenn du dabei ganz bei dir bist, statt Schauspieler mit perfekten Körpern beim Sex zu beobachten.

Gib dir Zeit und Raum nur für dich – und erkunde all deine wunderbaren erogenen Zonen, deine Vorlieben und Wünsche. Lass deiner Neugier und deinem Spieltrieb einfach freien Lauf. Das geht bei der Selbstliebe noch einfacher, da du dich mit keinem Partner abstimmen musst und dich ganz auf dich konzentrieren kannst. Lerne, dir selbst Lust, Genuss und Ekstase zu bereiten und werde deine eigene beste Liebhaberin.

Nenn es, wie du willst!

Vielleicht gefallen Dir Masturbation und Selbstbefriedigung als Worte nicht? Hier einige weitere Ideen: Solosex, Soulosex (vom englischen „Seele“), Selbstliebe, Selbstlieberitual, Selbstliebepraxis, Orgasmic Yoga (so nennt man das in der Sexological Bodywork-Ausbildung).

Und wenn du einfach nur besseren Sex mit deiner*m Partner*in willst…

Dann stell dir mal vor, Sex wäre wie ein Musikstück, das ihr zusammen spielt. Eure Körper wären eure Instrumente. Wäre es dann nicht gut, wenn jeder schon sein eigenes Instrument spielen könnte, bevor ihr euch ans gemeinsame Musizieren macht? Solosex ist also quasi dein Üben mit deinem Instrument – und so kannst du beim nächsten Mal dann viel genauer zeigen und sagen, was dir gefällt und was nicht.

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Quellen: C. Drösser & H. Geißler (Hg.): Wir Deutschen & die Liebe. Wie wir lieben. Was wir lieben. Was uns erregt.

Fotos im Video von Enis Yavuz, Marius Ciocirlan, Ben White, auf Unsplash & Lorri Lang auf pixabay.

Anmerkung: Ich bemühe mich um eine genderinkludierende Sprache und Informationen. Zur Vereinfachung und auch mangels so detaillierter Statistiken handelt dieser Vlog aber nur von Cis-Männern und -Frauen.